Geschichte

Seit je her wird auf dem Rosenberg gelebt und gearbeitet. Vom Rosenbad über Seidenweberei und Kurs- und Lagerhaus zum heutigen Gewerbehaus mit viel Platz zur Verwirklichung eigener Ideen, viele Menschen haben den speziellen Ort über die Jahre geprägt.

Das Rosenbad (1838 – 1858)

Die ersten Gebäude auf dem Rosenberg entstanden in den 30er-Jahren des 19. Jahrhunderts, als ein Badgasthof auf der Anhöhe über Wila gebaut wurde. Dieser wurde 1838 eröffnet – zu einer Zeit, als noch kaum jemand zu Hause eine Badewanne stehen hatte, geschweige denn ein komplett eingerichtetes Badezimmer wie es heute für jeden selbstverständlich ist.

Die Seidenweberei (1858 – 1975)

Im 19. Jahrhundert, dem Zeitalter der Industriellen Revolution, entstanden im Tösstal wie auch in der ganzen Region zahlreiche mechanische Fabriken: Spinnereien, Färbereien, Webereien. Wegen Übervölkerung standen billige Arbeitskräfte zur Verfügung, mit deren Hilfe die bereits ausgebildete Heimindustrie umgewandelt und entwickelt werden konnte. Von jeher wurde und wird auf der ganzen Welt in den Armenhäusern gewoben – und das Tösstal wie auch das gesamte Zürcher Oberland war zu jener Zeit nun mal Zürichs Armenhaus. Im Jahre 1858 erwarben Jakob Schoch und Jakob Furrer, ein ehemaliger Fergger aus Turbenthal, das ehemalige Rosenbad und bauten es zur Weberei um. Der Hüttlibach lieferte die Wasserkraft und mit dem Rosenbergweiher bestand auch das nötige Wasserreservoir. Der Erwerb der Wasserrechte zur Nutzung des Rodbachs brachte eine zusätzliche Energiequelle. Anfangs wurden die Maschinen über ein Wasserrad angetrieben, später über eine Turbine.

Das Gruppenhaus (1980 – 2019)

Auf der Suche nach einem idealen Ort zum Leben bauten drei Familien die markante Häusergruppe auf dem Rosenberg zu einem soziokulturellen Zentrum aus. Im ehemaligen Webereigebäude entstand ein Gruppenhaus mit einfachen Wohnmöglichkeiten und grosszügigen, vielseitig nutzbaren Arbeitsräumen.

Gegen 100’000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene erlebten im Verlaufe von fast 40 Jahren hier eine unvergessliche Kurswoche oder ein Wochenende. Sehr beliebt war der Rosenberg in dieser Zeit auch für Feste und Feiern.

Unter dem Motto «Grabe wo du stehst» wurde die Geschichte des Rosenberges erlebbar gemacht, die Wasserkraftanlage rekonstruiert und viele ehemalige Zeitzeugen befragt.

Gute handwerkliche Möglichkeiten mit Holz- und Metallwerkstatt, einer Feuerhütte mit Esse und Ambossen, Keramikatelier, Filz-, Näh- und Webatelier sowie eine Umweltwerkstatt mit Angeboten zu Garten, Obst und Wasser prägten den Rosenberg in dieser Zeit.

Rosenberg - Geschichte
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